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Der Hospizverein Steigerwald stellt sich vor

Datum:
Veröffentlicht: 27.3.04
Von:
Christine Sturm

"Mit dem Sterben leben"

Am 20. März 2004 fanden sich um 9 Uhr ca. 40 Frauen im Martin-Luther-Haus zum ökumenischen Frauenfrühstück in Aschbach ein. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, wir genossen zunächst einmal das Frühstück. Aber auch geistige Nahrung war reichhaltig vorhanden. Nach segensreichen Worten von Christiane Bachmayer zur Einstimmung in den Vormittag, referierte Herr Dr. med. Sandmeyer über die Hospizbewegung und dem Hospizverein Steigerwald e.V.
 
Weil in unserer heutigen Zeit die meisten Menschen in Kran-kenhäusern sterben, kam die Hospizbewegung auf Hospiz bedeutet ursprünglich Herberge oder Gastfreundschaft. Heute steht Hospiz in Sinne von Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens in ver-trauter Umgebung. Hospizarbeit soll ergänzend neben Arzt und Pflegedienst eine Unterstützung für Angehörige, die un-heilbar Kranke Zuhause betreuen, sein. Wie sieht diese Hos-pizarbeit aus: ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiter sind für die sterbenden Menschen da, sie sprechen mit ihnen, gehen auf Fragen nach Tod und Sterben ein, trösten, lesen etwas vor, hören zu oder übernehmen eine Nachtwache.
 
Der Hospizverein Steigerwald e.V. wurde vor 3 Jahren von Pfarrer Meyer, Dr. med. Sandmeyer und Schwestern der Sozi-alstation, Frau Dennert und Frau Hassler gegründet. Er hat ca. 60 Mitglieder und z. Zt. 12 ehrenamtliche Hospizhelfer. Die sehr empfehlenswerte Ausbildung zum Hospizhelfer erhalten die Mitarbeiter an der Hospizakademie in Bamberg.
 
Die Hospizbewegung hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, das Leiden zu lindern. Herr Dr. Sandmeyer sprach aus eigener beruflicher Erfahrung. Die moderne Medizin kann die Sterben-den soweit wie möglich von Schmerzen befreien. Nicht jede medizinische Behandlung ist jedoch segensvoll, es stellt sich die Frage nach der Lebensqualität, ist eine unbedingte Le-bensverlängerung wirklich das Beste für den Patienten, was passiert wenn man sich selbst nicht mehr äußern kann? Diese Fragen führen uns zum nächsten Thema, die medizinische Patientenanwaltschaft. Herr Dr. Sandmeyer empfahl jedem Vorsorge zu treffen, für den Fall der Notlage, in der man nicht mehr selbst entscheiden kann. Er erläuterte die 3 Säulen der Vorsorge: die Vorsorgevollmacht für Gesundheitsfragen, die Vorausverfügung und die Betreuungsverfügung, Es gibt eine Broschüre mit Musterformularen von der Deutschen Hospiz Stiftung, diese kann beim
 
Hospizverein Steigerwald e.V.,
96152 Burghaslach, Nürnbergerstr. 3,
Tel. Nr. 09552/9307859
 
angefordert werden. Dies ist ebenfalls die Kontaktadresse für alle, die sich aktiv für Hospizarbeit interessieren oder diese in Anspruch nehmen wollen.
 
Mit "Engelsworten" gelesen von Christiane Bachmayer und gemeinsamen Lied ging die Veranstaltung zu Ende.