Für ein Glaubensleben mit weniger Ballast

Dr. Jürgen Plötz ist Verwaltungsleiter im Seelsorgebereich Dreifrankenland im Steigerwald
Die Gemeinschaft in den Pfarreien stärken und den Seelsorgebereich „Dreifrankenland im Steigerwald“ fit für die Zukunft machen, das möchte Dr. Jürgen Plötz. Seit Oktober 2021 hat er als Verwaltungsleiter seinen Dienstsitz in Markt Bibart bezogen. Von hier aus ist er viel in einem der flächenmäßig größten Seelsorgebereiche im Erzbistum unterwegs. Von Willanzheim bis Wachenroth, von Geiselwind bis Markt Bibart. Das macht es schwierig alle anzusprechen und mit allen in Kontakt zu bleiben. „Aber das macht die Arbeit auch spannend und interessant“.
Es sind 31 Kirchenstiftungen, die es im Seelsorgebereich zu betreuen gilt, sehr viele sehr kleine und ein paar größere. 2000 Gläubige zählt die Größte, 34 die Kleinste. Bei all den unterschiedlichen Anliegen sind die Immobilien – die viel Zeit beanspruchen – ein ganz großes Thema. „Wir müssen mit dem Prozess beginnen, uns gesund zu schrumpfen“, unterstreicht der studierte Betriebswirt und promovierte Kunsthistoriker. Die Zahl der Katholiken sinkt weiter. Und „wir haben zu große Schuhe an, die nicht mehr passen“. Dann laufe man sich Blasen und komme nicht mehr richtig vorwärts. „Wir müssen den Mut haben kleiner, bescheidener zu werden“. Die Kirche könne keine Strukturen aufrecht erhalten, die in den 1970er Jahren durchaus angemessen gewesen waren.
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