„Jakobsbrunnen“ in Schlüsselfeld

Vor einigen Wochen wurde in Schlüsselfeld der „Jakobsbrunnen“ fertig gestellt. Direkt neben der Stadtpfarrkirche St. Johannes d. T. befindet sich die Trinkwasserstelle für alle durstigen Wanderer und insbesondere für Jakobspilger, die auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela die Steigerwaldstadt passieren. Auf Initiative von Bürgermeister Georg Zipfel, der selber ein überzeugter Jakobspilger ist, und dem Leiter der Schlüsselfelder Altstadtsanierung, Ingenieur Willi Lein aus Bamberg, wurde dieses Projekt im Rahmen der Neugestaltung des Schlüsselfelder Kirchenumgriffs verwirklicht. Auch die Finanzierung erfolgte durch die beiden Initiatoren.
Der Wasserspender entspringt der von Veit Auer, Schlüsselfeld / Elsendorf, gestalteten Brunnenplatte, auf der im Mittelpunkt die Jakobsmuschel als Zeichen für den Jakobsweg dargestellt ist. Darunter befindet sich ein Hinweis auf einen Vers des alttestamentlichen Buches des Propheten Jeremia (Jer 29, 13-14), welcher lautet: „Sucht ihr mich, so findet ihr mich. Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, lasse ich mich von euch finden - Spruch des Herrn. Ich wende euer Geschick und sammle euch aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch versprengt habe - Spruch des Herrn. Ich bringe euch an den Ort zurück, von dem ich euch weggeführt habe.“
Dieser von Willi Lein ausgewählte Vers bringt deutlich zum einen den Charakter der Pilgerschaft all jener zum Ausdruck, die sich auf den Weg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Comostela machen. Bekanntlich birgt ja jede Wallfahrt und gerade jene auf dem Jakobsweg vielfältige Möglichkeiten zu inneren Einkehr und zur Gotteserfahrung. Gleichzeitig ist der Spruch aber für jede/n eine stete Ermahnung, sich im Leben auf das Wesentliche zu besinnen und – gleichsam wie aus einem erfrischenden Brunnen – aus den Quellen des Heiles zu schöpfen, die uns die Heilige Schrift und der Glauben an Gott bieten.