Zum Inhalt springen

Jetzt können die Früchte reifen

Erzbischof Schick in der Marienkapelle Schlüsselfeld
Datum:
Veröffentlicht: 3.11.07
Von:
Quelle: Fränkischer Tag vom 31.10.07 - Evi Seeger

Besuch Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick beendete die „Initiative für Berufungen“, die vor zwei Jahren in der Marienkapelle in Schlüsselfeld ihren Anfang genommen hatte, mit einer festlichen Rosenkranzandacht.

Mit einer festlichen Rosenkranzandacht beschloss Erzbischof Professor Dr. Ludwig Schick in der Schlüsselfelder Marienkirche die „Initiative für Berufungen im Erzbistum Bamberg“. In seiner Predigt machte der Oberhirte deutlich, dass die Frucht der Initiative weiter getragen werden muss.

Schlüsselfeld. Mit einer festlichen Rosenkranzandacht beschloss Erzbischof Professor Dr. Ludwig Schick in der Schlüsselfelder Marienkirche die „Initiative für Berufungen im Erzbistum Bamberg“. In seiner Predigt machte der Oberhirte deutlich, dass die Frucht der Initiative weiter getragen werden muss.

Vor zwei Jahren war die Initiative ins Leben gerufen worden. „Geistiger Geburtsort“ war die Schlüsselfelder Marienkirche, wo am ersten Advent 2005 auch die „spirituelle Verankerung“ stattfand. Martin Emge, Regens des Priesterseminars und Leiter der Diözesanstelle „Berufe in der Kirche“, hatte für das Vorhaben einen marianischen Ort gesucht, „um die Gottesmutter als Patronin zu gewinnen“. Ebenso suchte er eine Pfarrei, die durch eine Patenschaft die Aktionen mit ihrem Gebet begleitet. Emge zeigte sich am Sonntagabend dankbar, dass dies alles gelungen ist.

Starke Verbindung

Eine Vielzahl von Priestern, Ordensleuten, Diakonen, pastoralen Mitarbeitern, Jugendverbänden und -seelsorgern, wie auch Laien begeisterte sich für die Initiative, die unter der Losung „Auf dein Wort hin“ stand. Als Motor des Ganzen fand sich ein Team, das auf Bistumsebene immer wieder zusammen kam. Eine starke Verbindung und viele Aktionen erwuchsen aus dieser Arbeit. Nicht zuletzt wurden daraus Bausteine, die das Bistumsjubiläum und das Heinrichsfest überaus bereicherten.

„Ich habe einen Platz auf Gottes Erde, den kein anderer hat“, zitierte der Erzbischof den berühmten Kardinal John Henry Newman. Diese Worte enthielten alle Gedanken der zweijährigen Aktion. Mit der Berufung zum Mensch-Sein habe Gott jedem Menschen individuelle Begabungen geschenkt. In der Taufe sei der Mensch zum Christ-Sein berufen worden. Beide Berufungen fänden Umsetzung im Lebens- und Berufsstand. Jeder Mensch müsse seinen Platz entdecken und das, was Gott von ihm wolle. Wo Menschen ihr Leben in diesem dreifachen Sinn begreifen, werde es gut.

Vieles sei angestoßen worden bei Wallfahrten, Zusammenkünften und Gebet, freute sich der Erzbischof. Er sei überzeugt davon, dass dies alles Früchte getragen habe. Im Priesterseminar gebe es in diesem Jahr sieben Alumnen und damit mehr Eintritte als in den Jahren zuvor.

Nach der Predigt brachten Vertreter der verschiedensten Gruppen Rosen als Zeichen der Dankbarkeit für ihre Berufung zum Altar. Firmeltern, Wortgottesdienstleiter, Ministranten waren ebenso darunter wie Religionslehrer, Ordensleute, Vertreter von Jugendverbänden und viele andere.

Diakon Paszek war Impulsgeber

Pfarrer Erhard Schupp hieß den Oberhirten, die vielen Gäste, Priester und Ordensleute aus der Diözese wie auch die große Zahl der Gläubigen aus der eigenen Pfarrei willkommen. Der besondere Dank des Ortsgeistlichen galt Diakon Georg Paszek als Impulsgeber. Paszek hatte die Diakone Andreas Eberhorn, Heroldsbach, Josef Geißinger, Stegaurach, und Paul Neumeier, Hüttenheim, für eine Predigtreihe im Oktober gewinnen können.

Auch Bürgermeister Georg Zipfel hieß den hohen Gast willkommen. Wie er wissen ließ, hatte der letzte offizielle Bischofsbesuch 1979 stattgefunden. Altbürgermeister Georg Obermayer, dem die Marienkirche besonders am Herzen liegt und der sie mit einer Stiftung unterstützt, könne aus gesundheitlichen Gründen nicht da sein, bedauerte Pfarrer Schupp.