Am 22.09.2004 kam die offizielle Bestätigung aus Bamberg: Stadtpfarrer Kilian Kemmer folgt Hans Eisend als Dekan nach. Am 16. Oktober wird er in der Georgskirche durch Regionaldekan Georg Holzschuh in sein neues Amt eingeführt.
Gewählt wurde Kemmer bereits am 19. September. 16 Wahlberechtigte (Priester, Diakone und hauptamtliche Mitarbeiter) entschieden sich für ihn. Es habe zwar Gegenvorschläge gegeben, berichtete er, aber keiner seiner Mitbrüder wollte kandidieren. Die Dekanatsleitung bedeute mehr Aufgaben und die Arbeitsbelastung mit oft zwei Pfarreien sei sehr hoch. „Ich habe auch nicht danach geschrien“, bekennt Kemmer selbst.
Sein Zeitkontingent wird enger, aber die neue Aufgabe soll nicht zu Lasten des Religionsunterrichts am Höchstadter Gymnasium gehen. Der Kontakt mit der Jugend ist und bleibt ihm ein vorrangiges Anliegen. „Die Pfarrei hat absolute Priorität.“
Acht Seiten lang ist der Aufgabenkatalog eines Dekans. Er reicht von der Beerdigung eines verstorbenen Priesters bis zur Urlaubsgewährung. Es überwiegen die Verwaltungsaufgaben.
Zu den „großen“ Pflichten gehört zwei Mal jährlich die Pastoralkonferenz mit allen Hauptamtlichen und in der Katechese Tätigen und im Fünf-Jahres-Turnus Visitationen in allen Pfarreien sowie die dienstliche Beurteilung der Priester. Gleichzeitig vertritt Kemmer das Dekanat gegenüber Erzbischof und Generalvikar.
„Als erstes will ich mir ein Bild machen, wo in den Gemeinden der Schuh drückt“, hat sich Kemmer vorgenommen. Sobald wie möglich will er deshalb die elf Pfarreien seines neuen Amtsbezirks besuchen. Zum gemeinsamen Nachdenken trifft sich die Pastoralkonferenz am 21. Oktober. Da sollen die Ziele artikuliert werden, wie sich die Gemeinden untereinander austauschen können.
Er wolle niemandem etwas aufdrängen, betont Kemmer, er hoffe aber , bei manchen Aufgaben entlasten zu können.
Der Stadtpfarrer wird der derzeit jüngste Dekan sein. Das belastet ihn nicht. „Schon immer war ich der Jüngste – zu Hause, in der Schule, beim Abitur.“ Selbst für die Priesterweihe benötigte er eine Sondergenehmigung, denn er hatte das Mindestalter noch nicht erreicht.
Mit Kemmer wurde Diakon Georg Paszek aus Schlüsselfeld zum Assistenten des Dekanatsrats gewählt; Pfarrer Holger Fiedler aus Adelsdorf wurde Beauftragter für die Kirchenmusik im Dekanat.