Neubau soll Ort der Begegnung werden

Segnung des neuen Pfarrzentrums St. Johannes am 25.03.2007
Das neue Schlüsselfelder Pfarrzentrum wurde am Sonntag , den 25.03.2007, feierlich seiner Bestimmung übergeben. Platz ist jetzt für alle kirchlichen Gruppen in der Gemeinde. Für die Pfarrei ist der Bau die Ideallösung.
"Wir brauchen Orte und Räume der Begegnung - gerade im Glauben", sagte Generalvikar Georg Kestel, der am Sonntagnachmittag in Schlüsselfeld das neue Pfarrzentrum einweihte. Inmitten der Altstadt im Schatten der Pfarrkirche Sankt Johannes gelegen, soll das Haus ein Ort der Begegnung werden, "der über das Irdische hinaus auf Gott hinweist".
Mit einem Gottesdienst in der Kirche leitete die Pfarrei und mit ihr der ganze Seelsorgebereich "Maria im Dreifrankenland" die Segensfeier ein. Pater Gabriel Ramos begrüßte den Gast aus Bamberg und mit ihm Dekan Kilian Kemmer aus Höchstadt, sowie Pater Stefan Pavokovic (Wachenroth) und Pater Richard Dabek (Geiselwind), den aus Schlüsselfeld stammenden Priester Veit Dennert und Diakon Georg Paszek. Dr. Gernot Garbe zeigte mit seiner Teilnahme die Verbundenheit der evangelischen Gemeinde.
Von solchem Haus lange geträumt
Das neue Haus stimme die Pfarrgemeinden Sankt Johannes Schlüsselfeld und Sankt Bartholomäus Thüngfeld glücklich, machte Kirchenpfleger Karl Pröls deutlich: "Ein Ort, von dem wir lang geträumt haben!" Es habe Mut gebraucht, das an dieser Stelle stehende denkmalgeschützte alte Krug-Haus abzureißen und stattdessen einen Neubau zu errichten.
Maßgeblich beteiligt an dieser Entscheidung war laut Pröls Diözesanarchitekt Herbert van Beek, der sich durch seine guten Kontakte als Fürsprecher in den verschiedensten Angelegenheiten erwies. Ihm und den Architekten Edith Obrusnik und Johannes Sieben galt daher auch der besondere Dank des Kirchenpflegers. Aber auch der Stadt, allen voran Bürgermeister Georg Zipfel, dankte er für die gute Zusammenarbeit. Die Chemie zwischen allen Beteiligten, Architekten, Handwerkern, Stadt und Kirchenverwaltung habe ganz einfach gestimmt. Abschließend appellierte Pröls an seine Zuhörer, sich in Gruppen und Gremien zu engagieren, damit das Haus auch richtig genutzt werde. Einen schöneren Saal gebe es in Schlüsselfeld nicht, meinte Pröls.
Dekan Kemmer dankte allen Mitarbeitern, die auch während der pfarrerlosen Zeit zur Verfügung standen und das Werk zu einem guten Ende geführt haben. Er überreichte ihnen ein Brot, das traditionelle Geschenk zum Einzug. Der Seelsorger vor Ort, Pater Gabriel Ramos, Diakon Georg Paszek, Kirchenpfleger Karl Pröls, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Gundi Strickroth, Pfarrsekretärin Martha Giehl und die ehemaligen Kirchenpfleger Georg Messingschlager und Winfried Gerner durften dieses Geschenk des Dekans entgegennehmen.
1,3 Millionen investiert
Bürgermeister Zipfel berichtete über die Aufgabe, das moderne Gebäude in das Konzept der Altstadtsanierung einzubinden. Gleichzeitig wurden im Außenbereich ganz neue interessante Räume geschaffen. An dem 1,3 Millionen-Bau sind als Träger die Kirchenstiftungen Schlüsselfeld und Thüngfeld beteiligt. Für die Pfarrei war der zweigeschossige Bau im direkten Umfeld der Kirche die ideale Lösung. Im Erdgeschoss befindet sich ein 126 Quadratmeter großer Saal mit direktem Blickkontakt zur Pfarrkirche. Im Untergeschoss wurde neben den Versorgungssräumen ein Jugendraum für "schallintensivere" Veranstaltungen untergebracht. Im Obergeschoss gibt es neben einem Gruppen- und einem Sitzungsraum auch einen harmonisch gestalteten Meditationsraum für Stille und Einkehr. In diesen soll auch das Holzkunstwerk, einen Lebensbaum darstellend, Einzug halten, das die Architekten anlässlich der Einweihung der Pfarrei zum Geschenk machten.