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OSTERGRUSS 2020

Der Auferstandene Jesus
Datum:
Veröffentlicht: 11.4.20
Von:
B. Neuner

von Pfarrer Wolfgang Dettenthaler

In diesen Wochen ist alles anders. Deshalb gibt es für Ostern auch nicht die gewohnte PfarrInfo. Aber ich möchte mich mit diesem österlichen Grußwort an Sie wenden. Ostern findet trotzdem statt! Aber in einer Form, wie wir es nicht kennen: die Gottesdienste müssen in den Kirchen entfallen. Gerade an den Kar- und Ostertagen hat jeder eine besondere Form, die uns vertraut ist und die wir vermissen. Auch das Familienfest ist fremd und ungewohnt: wer darf und soll überhaupt wen besuchen?

Liebe Angehörige der Pfarreien,

In diesen Wochen ist alles anders. Deshalb gibt es für Ostern auch nicht die gewohnte PfarrInfo. Aber ich möchte mich mit diesem österlichen Grußwort an Sie wenden.

Ostern findet trotzdem statt! Aber in einer Form, wie wir es nicht kennen: die Gottesdienste müssen in den Kirchen entfallen. Gerade an den Kar- und Ostertagen hat jeder eine besondere Form, die uns vertraut ist und die wir vermissen. Auch das Familienfest ist fremd und ungewohnt: wer darf und soll überhaupt wen besuchen?

Wir können auch nicht gemeinsam in der Kirche die Osterlieder singen.

Gerade sie künden von Freude und Freiheit:

" Der Tag, der Freud in alle Welt gebracht." - " Es freu´ sich, was sich freuen kann." - " Jesus lebt, mit ihm auch ich... dies ist meine Zuversicht." - " Freu dich, erlöste Christenheit... sing fröhlich Halleluja." - " Lasst ein frohes Lied erklingen, lasst uns recht von Herzen singen." Noch nie war es so schmerzhaft klar, was wir dieses Mal an Ostern vermissen: ein Fest der Freude, das wir mit unseren Lieben feiern wollen.

Stattdessen setzt sich fest, was wir nun schon seit Wochen kennen: wir leben eingeschränkt; wir überlegen genau, was wir tun können und dürfen. Und wir hoffen auf den Tag, an dem wir wieder in unser gewohntes Leben zurückkehren dürfen. Es geht uns ähnlich wie den Jüngern, bevor der auferstandene Jesus ihnen begegnet; sie befinden sich in einem Raum und die Türen sind verschlossen. Dann kommt Jesus in ihre Mitte und zeigt sich als Lebender. Erst dann fassen sie wieder Mut und wagen sich nach draußen. Am Pfingstfest werden sie offen und frei auf den Straßen den Glauben an Jesus verkünden.

Ostern ist das große Fest der Verwandlung. Normalerweise stürzen wir uns vorher in viele Vorbereitungen, damit die Feiertage in der Familie gelingen. All das ist uns heuer nicht möglich, aber wir sind in den Familien trotzdem vereint - vielleicht auf ganz neue Weise. Wenn wir in diesen Tagen auf die Gottesdienste in unseren Kirchen verzichten müssen, erkennen wir neu, wie wir den Glauben auch zuhause leben können, damit er die Kraftquelle für unser Leben bleibt. Wichtig ist: wir sind immer mit Jesus Christus, dem Auferstandenen, verbunden. Wenn wir mit der Familie zusammen sind oder auch, wenn wir diese Tage allein verbringen müssen. Wir können den Glauben leben und besonders auf unsere Angehörigen achten. Für die Gemeinschaft gibt es viele Wege. Wann waren sich Eltern und Kinder zuletzt so nahe wie an diesem Osterfest? Der Alltag ist momentan gerade für Familien sehr schwer zu organisieren und stellt Nerven und Liebe auf harte Proben. Gleichzeitig warten einsame Menschen besonders auf einen Anruf oder ein anderes Zeichen, dass sie nicht vergessen sind.

 

Jesus befreit die Jünger an Ostern aus ihrer Isolation und auch aus der Angst, die sie lähmt. Er schenkt ihnen neues Vertrauen. Danach sehnen wir uns ebenso an diesem Osterfest. Die bekannten Lieder greifen dies auf: " Befreit sind wir von Angst und Not. Das Leben hat besiegt den Tod. Der Herr ist auferstanden." - " Mit dir sind wir von Herzen froh, wir rufen laut und singen so: Der Herr ist auferstanden! "

 

An diesem Osterfest warten wir anders als sonst auf die Freude, die Jesus uns schenken will. Ostern 2020 : Aus der Angst, Sorge und Enge hinein in das Geheimnis seiner Auferstehung. Er öffnet auch uns die Tür zu einem neuen Lebensmut, zum Durchhalten und zur Hoffnung auf ein bald wieder normales Leben und eine gute Zukunft.

Dies wünsche ich Ihnen allen in dieser ungewohnten Lage.

" Gesegnetes Ostern " heißt in diesem Jahr: Gott hält seine segnende Hand über uns. Er ist uns nahe in aller Enge und Unfreiheit. Er führt uns aber auch von Neuem in das Leben zurück, wie wir es kennen.

 

Dieses Vertrauen und diese Geborgenheit im Glauben schenken uns die Kraft, auf die wir bauen. In diesem Sinne ein " frohes und gesegnetes Ostern 2020 " !

Ihr Pfarrer Wolfgang Dettenthaler


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Vergelt's Gott !