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Radwallfahrt der Firmlinge

Datum:
Veröffentlicht: 30.9.17
Von:
G. & J. Menzel
Am 29.07.2017 startete die Radwallfahrt der 7 Firmlinge pünktlich um 8:30 Uhr bei optimalem Radfahrwetter an der Autobahnkirche in Geiselwind der Familie Strohofer unter der Leitung von Diakon Hans Scherbaum und 3 Betreuern. Auf dem Programm standen die Kirchen in Aschbach, Schlüsselfeld und Reichmannsdorf.

Am 29.07.2017 startete die Radwallfahrt mit sieben Firmlingen pünktlich um 8:30 Uhr bei optimalem Radfahrwetter an der Autobahnkirche in Geiselwind der Familie Strohofer unter der Leitung von Diakon Hans Scherbaum und 3 Betreuern. Auf dem Programm standen die Kirchen in Aschbach, Schlüsselfeld und Reichmannsdorf.

In der ersten privaten ökumenischen Autobahnkirche „Licht auf unserem Weg“ nahmen wir zunächst Platz und Frau Strohofer erzählte uns von der Entstehung dieser Kirche. Der Bau begann vor 18 Jahren. Es war damals die 20. Autobahnkirche in Deutschland von heute insgesamt 42. Autobahnkirchen findet man bis heute nur in Deutschland. Strohofer sen. hatte seiner Tochter damals diese Aufgabe gegeben, sich um die Fertigstellung dieser Kirche zu kümmern. Zunächst ohne Plan, aber im Laufe der Zeit und geleitet durch Gottes Hand wurde die Kirche so, wie sie heute ist. Ein Ort zum Innehalten, zur Rast, zum Gebet, aber natürlich auch zum Gottesdienst und vor allem zur Begegnung mit Jesus Christus. Hierher kommen nicht nur Reisende, sondern auch Einheimische zum Gottesdienst. Außerdem nutzen auch viele Festival-Besucher die Möglichkeit, zumindest einmal im Jahr eine Kirche oder einen Gottesdienst zu besuchen. Der Pfarrer und Liedermacher Johannes Matthias Roth hat extra für diese Kirche einen Liedtext geschrieben und die Musik dazu komponiert. Das Lied heißt „Du bist das Licht auf unserem Weg“. Nach einer kleinen Andacht durfte jeder eine Kerze anzünden und im Stillen für etwas bitten. Zum Aufbruch unserer Radwallfahrt und dem Gebet „Bitte um Bewahrung auf dem Weg“ aus unserem kleinen Büchlein „Rast für die Seele“ starteten wir gegen 9:00 Uhr über Straßen und Feldwege Richtung Schlüsselfeld.

Gegen 9:30 Uhr kamen wir zu einem Zwischenstopp in Aschbach an. Aufgrund einer Trauerfeier konnten wir die Kirche nicht besuchen. Im Gedenken an die junge verstorbene Mutter beteten wir ein Ave Maria.

Nach einer kleinen Stärkung ging es dann weiter zur Pfarrkirche Johannes des Täufers nach Schlüsselfeld. Diakon Scherbaum erzählte vom Erbau der Kirche um 1200 bis 1300 n. Chr. Im Laufe der Jahre wurde sie immer wieder umgebaut und restauriert. Die letzte Sanierung war 1994. Außerdem erklärte er, dass jede Kirche einen Patron hat. Hier ist es Johannes der Täufer, der ein jüdischer Bußprediger war, der um 28 n. Chr. in Galiläa und Judäa auftrat. Johannes wird als Wegbereiter Jesu Christi dargestellt. Deswegen verehren ihn viele Kirchen als Heiligen. Zum Abschluss beteten wir noch das Gebet „Bitte für andere Menschen“ aus unserem kleinen Büchlein. Eigentlich wollten wir uns bei einem Eis von der Eisdiele Schlüsselfeld erfrischen, da wir aber zu schnell waren, hatte diese noch nicht offen. Schade.

Dann ging es auch schon auf zur letzten Station unserer Wallfahrt nach Reichmannsdorf.

Von Schlüsselfeld nach Possenfelden und Eckersbach sind wir wieder über Straßen und Feldwege und mit ein paar kleineren Rasten nach Reichmannsdorf gefahren. Unermüdlich fuhren die Firmlinge an der Spitze des Feldes und zogen uns somit schnell ans Ziel unserer Radwallfahrt. Dort sind wir überpünktlich um 12:00 Uhr an der Kirche St. Sebastian angekommen. Nach einer kurzen Besichtigung der Kirche hat Diakon Scherbaum auch über diese Kirche etwas erzählt. Die katholische Pfarrkirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut, steht unter dem Patronat des Heiligen Sebastian und ist gleichzeitig die größte Kirche in der Pfarrei Schlüsselfeld, weshalb hier auch die Firmung im Oktober stattfindet. Die Decke und Empore zieren Blumen und bäuerliche Motive.

Diakon Scherbaum erzählt die Geschichte von Sebastian. Seine Jugend verbrachte Sebastian in Mailand. Er arbeitete sich bis zum Offizier der Prätorianer Garde am kaiserlichen Hof hoch. Die sogenannten Prätorianer. Nachdem sich Sebastian aber öffentlich zum Christentum bekannte und notleidenden Christen half, wurde er zum Tode verurteilt und von Bogenschützen erschossen. Im Glauben, er sei tot, ließ man ihn danach liegen. Sebastian war von den Pfeilen nicht getötet worden. Er wurde von einer frommen Witwe ge-sundgepflegt. Nach seiner Genesung kehrte er zum Kaiser zurück und beschul-digte den Kaiser des Verbrechens der Christenverfolgung. Der Kaiser befahl daraufhin die Tötung Sebastians. Am 20. Januar 288 stirbt Sebastian.

Im Anschluss daran beteten wir das Ge-bet „Bitte um Hilfe in schwierigen Lebenslagen“ sowie das „Dankgebet“ aus unserem kleinen Büchlein.

Kurz darauf waren auch schon die Mamas mit Erfrischungen und warmen Leberkäs zur Stelle, die wir durch unsere verfrühte Ankunft etwas in die Bredouille gebracht haben. Vielen Dank für die gute Bewirtung. Ein schöner Ausklang für eines schönen Tages.

Auch der Rücktransport der Räder und der Firmlinge war gut organisiert. Vielen Dank nochmal an Adi Zink. Einzig unser Diakon Scherbaum legte auch den kompletten Rückweg wieder mit dem Fahrrade zurück. Hut ab!

Ein Lob an alle Firmlinge, gut durchgehalten und mitgemacht zu haben.