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Renovierung der Altäre, sowie Sanierung Innenraum in der Filialkirche Thüngfeld

Renovierung Kirche Thüngfeld
Datum:
Veröffentlicht: 15.3.04
Von:
ps

Renovierurigsarbeiten beginnen in diesen Tagen in der Kirche St. Bartholomäus im Schlüsselfelder Ortsteil Thüngfeld. Der Hauptaltar, die beiden Nebenaltäre und die Innenräume der Kirche werden erneuert.

Die Kirche St. Bartholomäus ist eines der letzten alten historischen Gebäude in ThüngfeId. Sie ist nicht nur ein Denkmal, sondern Identifikationspunkt und Mitte für die rund 700 Gläubigen im Bereich der Gemeinde. Das Gotteshaus zu erhalten und zu bewahren hat

sich die Kirchenstiftung Thüngfeld unter der Leitung von Pfarrer Norbert Geyer und Kirchenpfleger Winfried Gerner zur Aufgabe gestellt.

Erstmals fand die Kirche im Jahr 1436 urkundliche Erwähnung. Die Rede war damals von einer Glocke, die auch heute noch in Gebrauch ist. Ort und Kirche sind vermutlich aber wesentlich älter. Thüngfeld war ursprünglich eine Filiale von Burghaslach und kam 1557 als Filiale zu SchlüsseIfc1d. Die ursprünglich gotische Kirche wurde in ihrem Bestand mehrmals verrändert, Blitzeinschläge und der Dreißigjähge Krieg forderten ihren Tribut.

Die heutige Kirche geht in ihrem Bestand wesentlich auf den Erweiterungsbau von 1823/24 und 1870/71 zurück. Im 19. Jahrhundert entstand der gesamte Innenraum. Das Deckengemälde „Tod des heiligen Bartholoäus", dazu Petrus und Paulus, entstanden 1904.

Die beiden Seitenaltäre und der Hochaltar wurden 1825 aus der niedergelegten Antoniuskirrche auf dem Lauberberg bei Sterpersdorf erworben; sie stammen vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. 1825 und 1905 wurden die Altäre maseriert. Die jetzige Mannorierung wurde 1958 aufgebracht. Die Schäden, die damals entstanden sind, machen heute eine Renovierung unvermeidlich.

Schon zwischen 1995 und 1998 kamen Diözesanarchitekt Herbert van Beek und Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege zu mehreren Ortsterminen nach Thüngfeld, erste Vorarbeiten wurden durchgeführt. Ende 2002 begann man dann damit, die Marmorierung am Hauptaltar abzunehmen. Ziel war es, Zustand, Beschaffenheit und Erhaltungswert der einzelnen Schichten zu ermitteln. Dabei wurde festgestellt, dass die früheren Fassungen nicht zu erhalten sind.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Marmorierung von 1958 wiederhergestellt werden sollte. Dies entsprach auch dem Wunsch der Pfarrgemeinde, und so konnten bis zum Herbst vergangenen Jahres die Planungen mit der Ermittlung der Kosten abgeschlossen werden.

Die Erzdiözese erteilte der Kirchenstiftung die stiftungsrechtliche Zusage. Die Thüngfelder Kirchenverwaltung beschloss daraufhin endgültig, die Renovierungsarbeiten durchzuführen. Die Gesamtkosten von Renovierung und Innensanierung sollen sich auf 212 000 Euro belaufen, hinzukommen noch einmal 20 000 Euro für die Vorleistungen, die bereits erbracht sind.

Die Erzdiözese Bamberg hat bereits einen Zuschuss in Höhe von 65 Prozent der Bausumme bewilligt. Außerdem hat die Kirchenverwaltung einen Antrag auf Bezuschussung an die Stadt Schlüsselfeld gestellt. Die Pfarrgemeinde selbst muss mit einem Anteil in Höhe von 35 Prozent der Gesamtkosten rechnen.

Jetzt beginnen die Arbeiten, und die Thüngfelder müssen für ein halbes Jahr auf ihr Gotteshaus verzichten. Im August zum Patronatsfest St. Bartholomäus soll die Kirche dann wieder eingeweiht werden. Bis dahin werden nicht nur die Kanzel und die Altäre erneuert, auch Schädlingsbekämpfung, die Erneuerung der Bodenplatten, Kirchenmaler- und Elektroarbeiten, der Einbau eines Bankheizsystems und einer neuen Lautsprecheranlage, die Neugestaltung des Altarraums sowie die Renovierung der Kreuzwegstationen stehen an.

Pfarrer Geyer und Kirchenpfleger Gerner sind optimistisch, alle Renovierungsmaßnahmen zügig und erfolgreich über die Bühne zu bringen. Nicht zuletzt, weil sich schon bislang so viele mit Spenden oder in anderer Form engagiert hätten. Schon jetzt danken die Thüngfelder Verantwortlichen dem Erzbischöflichen Ordinariat, namentlich Architekt van Beeck, sowie dem Landesamt für Denkmalpflege und den beteiligten Firmen.

Doch dennoch sei man weiterhin auf Spenden angewiesen, außerdem werden nun Helfer benötigt, die sich an den Eigenleistungen beteiligen. Es besteht daneben auch die Möglichkeit, die Patenschaft für die Restaurierung einer Kreuzwegstation oder einer Figur zu übernehmen. Informationen dazu gibt es bei den Mitgliedem der Kirchenverwaltung.