Rom(wall)fahrt der Ministranten aus St. Marien Aschbach und St. Johannes Schlüsselfeld

Rom(wall)fahrt der Ministranten aus St. Marien Aschbach und St. Johannes Schlüsselfeld
Unter dem Motto „Back to the roots“ machten sich in den Pfingstferien die größeren Ministranten der Pfarreien St. Johannes d. T. Schlüsselfeld und St. Marien Aschbach auf nach Rom.
Pünktlich um 7.00 Uhr kamen die jungen Pilger nach der Nachtfahrt im Bus am Petersplatz an, um diese gigantische Kulisse in der einzigartigen Stimmung des Morgenlichtes zu erleben. Anschließend wurde sofort der Petersdom besucht, der um diese Zeit noch nicht völlig von Touristen überflutet war und so auch wirklich den Eindruck einer Kirche und nicht den eines Museums hinterließ. Nachdem alle den Ausblick von der Kuppel des Michelangelo genossen hatten, ging es weiter in die Innenstadt über die Chiesa Nuva bis zum Pantheon. Nach dem Besuch der einzigen gotischen Kirche Roms, Santa Maria Sopra Minerva, ging es dann zum Quartier in der Casa Domitilla, direkt auf den Katakomben.
Der Dreifaltigkeitssonntag bot Gelegenheit, den Festgottesdienst im Petersdom zu besuchen. Dort erlebten die Ministranten, vielfach zum ersten Mal, Weltkirche hautnah. Katholiken der verschiedensten Nationen und Hautfarben nahmen an diesem Gottesdienst teil, der zum Teil in deutscher, italienischer und vornehmlich lateinischer Sprache zelebriert wurde. Wie sagte eine Teilnehmerin: „Obwohl ich bei dem einen Teil gar nichts verstand, wußte ich doch genau, wo wir gerade in der Eucharistiefeier waren und konnte mitbeten!“ Besonders stolz machte die Jugendlichen, daß ihre beiden Reiseleiter, Diakon Burkhard Farrenkopf und Diakon Georg Paszek, bei der Liturgie mitwirken und in dieser eher aus dem Fernsehen bekannten Umgebung ganz selbstverständlich ihren Dienst als Diakon verrichten konnten.
Natürlich fehlten auf dem Programm nicht die obligatorischen Highlight`s wie Lateran, Kolosseum, Katakomben, spanische Treppe usw. Für alle markanten Punkte der Ewigen Stadt hatten die Ministranten Referate vorbereitet, so daß an allen möglichen (und unmöglichen!) Ecken jemand ein Konzept aus dem Rucksack zog und der Gruppe die Hintergründe des jeweiligen Bauwerks etc. erklärte.
Immer wieder, egal, ob bei den zahlreichen Gottesdiensten und Gebetseinheiten, beim spontanen Lied in irgendeiner Kirche oder auch während der Besichtigungen, gab es Gelegenheiten, über die Wurzeln des Glaubens und über die Auswirkungen des Evangeliums im eigenen Leben nachzudenken. Dies wurde insbesondere bei einem Besuch des Abendgebets der Gemeinschaft San Egidiodeutlich. Nicht nur die Art der Gesänge beeindruckte die Gruppe, sondern vor allem auch das Glaubenszeugnis und das soziale Engagement, das die Mitglieder dieser eher jungen, aber weltweit agierenden Gemeinschaft zeigen. Durch die Vermittlung von Erzbischof Schick war es möglich, mit einer jungen Frau in Kontakt zu treten, die aus eigener Erfahrung berichten konnte und so deutlich machte, daß Rom und die ganze Welt nicht nur aus Geschichte und Heiligen der Vergangenheit besteht, sondern, daß es auch heute vor allem viele soziale Probleme gibt, die aus der Kraft des Evangeliums bewältigt werden müssen und dies durch jeden Einzelnen in kleinen Schritten ermöglicht werden kann.
Mit einem Besuch der Ausgrabungen in Ostia Antica sowie ein paar Stunden am Meer klang die Reise aus. Müde, aber erfüllt kehrten die Ministranten heim und planten bereits auf der Rückfahrt die nächste größere Unternehmung – die gemeinsame Teilnahme am Weltjugendtag 2005 in Köln.