Schlüsselfelder Ministranten nehmen das Weltjugendtagskreuz in Empfang

Am vergangenen Samstag nahm eine Gruppe der Schlüsselfelder Ministranten stellvertretend für die Jugendlichen des Erzbistums Bamberg das Weltjugendtagskreuz in Empfang. Zusammen mit Diakon Georg Paszek und weiteren Gläubigen der Pfarrei St. Johannes d. T. nahmen sie an der bundesweiten Sternwallfahrt um geistliche Berufe nach Fulda teil.
Im Rahmen der abschließenden Jugendvesper wurde schließlich das Weltjugendtagskreuz zusammen mit der Marienikone im Fuldaer Dom an die Schlüsselfelder übergeben. Nach dem feierlichen Auszug durch den vollbesetzten Dom wurde das Kreuz mit einem Malteserfahrzeug nach Forchheim gebracht, wo die Schlüsselfelder das Kreuz zur diözesanen Jugendwallfahrt brachten. Für die Jugendlichen war es ein faszinierendes Erlebnis.
Das Kreuz tragen und von ihm getragen werden
Die Schlüsselfelder Ministranten vertreten die Erzdiözese Bamberg
Eine besondere Ehre wurde uns Schlüsselfeldern Ministranten zuteil, als wir am Samstag, den 15. Mai 2004 in Fulda das Jugendtagskreuz vom dortigen Bischof entgegennehmen durften.
Während des Gottesdienstes wurde uns die Begeisterung geschildert, die Jugendliche aus der ganzen Welt mit dem Kreuz in Verbindung bringen. Dort hörten wir auch den Satz „Ich hatte das Gefühl, nicht ich trage das Kreuz, sondern das Kreuz trägt mich“. Es war schwer, sich vorzustellen, wie ein solches Holzkreuz jemanden neue Kraft gibt, wie es einen „trägt“. Doch die vielen Jugendlichen, die mit uns die Eucharistie feierten bestärkten in uns diese Kraft.
Gemeinsam mit der Marienikone trugen wir das Kreuz am Ende des Gottesdienstes zum Dom hinaus, begleitet von den Gesängen der Mädchenkantorei und der Domsingknaben.
Noch in der selben Stunde machten wir uns auf nach Forchheim. Dort angekommen wurden wir in einem Auftaktgottesdienst um 23.00 Uhr in der Don Bosco Kirche begrüßt, wo wir das Kreuz und die Ikone offiziell an die Erzdiözese Bamberg übergaben.
Die meisten Jugendlichen erlebten eine kurze Nacht, da wir uns am Sonntagmorgen bereits um 5.30 Uhr zur ersten Station in der Don Bosco Kirche versammelten, von wo aus wir dann den 26 km langen Marsch über die lange Meile nach Burg Feuerstein bestritten. In drei weiteren Stationen auf unserem Weg machten wir uns Gedanken über „Perfektionismus“, „Herausforderungen angehen, aber Enttäuschungen dabei erleben“ und „Andere packen mit an“. Dass andere mit anpackten war wirklich zu spüren, da sich die 500 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich auf den Weg gemacht hatten abwechselten und mit anpackten, wenn jemand von Tragen erschöpft war. Die vierte Station feierten wir mit unserem Erzbischof Ludwig Schick, der dann ebenfalls den restlichen Weg mit uns unterwegs war.
Auf unserem langen Weg bekamen wir immer wieder Motivationsschübe. Sei es durch eine Sambagruppe, einzelnen Mitfiebernden, oder aus der Gruppe selbst. Das beste Beispiel boten uns die Gitarrenklänge und das freudige Singen unserer polnischen Nachbarn, die aus Stettin kamen, um mit uns das Kreuz und die Ikone zu begleiten. Trotz der Erschöpfung und der Müdigkeit ließen wir es uns allerdings nicht nehmen, den Abschlussgottesdienst auf Burg Feuerstein nach sieben Stunden Fußweg und die Wallfahrt singend und klatschend zu beenden.
Stephan Noppenberger