Seelsorgeeinheiten bilden sich
Unterzeichnung des Kooperationsvertrages am 19.02.2006 in der Pfarrkirche St. Johannes Schlüsselfeld
SCHLÜSSELFELD / WACHENROTH/HERZOGENAURACH — Die Kirchengemeinden von Geiselwind, Elsendorf, Reichmannsdorf über Schlüsselfeld bis nach Wachenroth machten am Wochenenden in der Stadtpfarrkirche Schlüsselfeld den Anfang. Sie unterzeichneten einen Kooperationsvertrag, der die künftige Zusammenarbeit vieler Pfarrgemeinden besiegelt.
Ähnliche Vertragsunterzeichnungen werden in den nächsten Wochen in der ganzen Erzdiözese noch folgen.
Entlang der Ebrach schlossen sich die Pfarrgemeinden Aschbach, Appenfelden, Breitenlohe, Elsendorf, Geiselwind, Reichmannsdorf, Schlüsselfeld und Wachenroth samt der zahlreichen Filialkirchen zu einer „Verwaltungsgemeinschaft“ zusammen, die fortan den Namen „Maria im Dreifrankenland“ tragen wird.
Der Name sei Dimension und Programm zugleich, sagte Diakon Burkhardt Farrenkopf (Aschbach) bei seiner Predigt während eines von mehreren Geistlichen, den Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden und Kirchenpflegern aller Gemeinden gestalteten Festgottesdienstes.
Mit dem Zusammenschluss, der wie in vielen anderen Pfarrgemeinden auch, nicht ohne lange Debatten im Vorfeld über die Bühne ging, würden die Verwaltungen auf einer Fläche von über 300 Quadratkilometern in sich geschlossen. Man habe in vielen Gesprächen vorher, so Farrenkopf, der auch eine Art Strukturberater bei der Fusion war, inhaltlich diskutiert, die Situation erkannt, die „Notbremse“ gezogen und gehandelt.
Bei dem Findungsprozess hätten, und darauf habe die Kirchenführung großen Wert gelegt, alle Gläubigen mitgewirkt und Schnittpunkte ihrer Kirchengemeinden gefunden.
Nicht nur geographisch
Der Name „Maria im Dreifrankenland“ habe nicht nur sinnbildlich mit der geografischen Lage der Gemeinden an den Grenzen von drei Regierungsbezirken zu tun, sondern auch mit der Stärke der Mutter Gottes.
Senioren der Pfarrgemeinden sollten jetzt zusammenfinden, die Jugend auch, die personelle Zusammenarbeit solle effektiver werden, nicht zuletzt werde man die Ressourcen der einzelnen Gemeinden nutzen.
Acht Pfarreien und noch weit mehr Orte, so der Schlüsselfelder Stadtpfarrer Norbert Geyer, haben sich gefunden, um die enge Zusammenarbeit miteinander zu bekunden.
Samenkorn
„Das ist ein Samenkorn für eine neue Entwicklung, wir müssen es pflegen, damit es Früchte trägt“, so Pfarrer Franz Noppenberger bei der Unterzeichnung des lange debattierten Kooperationsvertrages zwischen den Herzogenauracher Kirchengemeinden, der am Montagabend von den beiden Geistlichen Noppenberger und Joachim Kauer, den Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden und den Kirchenpflegern bei einer kleinen Feierstunde im Pfarrzentrum Sankt Magdalena unterschrieben wurde.
Mit der Unterschrift unter das Vertragswerk signalisieren die Gläubigen der Pfarrgemeinden Sankt Magdalena, Sankt Otto und Sankt Josef (Niederndorf) zusammen mit der Filialkirche Haundorf eng zusammenarbeiten zu wollen, um bisherige Defizite in finanzieller und in personeller Hinsicht auszumerzen.
In der neuen „Verwaltungsgemeinschaft“, die noch von Erzbischof Ludwig Schick abgesegnet werden muss, schließen sich Gläubige von Neuses bis Oberreichenbach und Aurachtal zusammen, sagte Noppenberger bei einer kurzen Ansprache. Er bezeichnete die Unterfertigung des Vertrages als „historischen Augenblick pastoraler Zusammenarbeit“. Gemäß dem zweiten vatikanischen Konzil soll die neue Gemeinschaft gelebt werden. Alle müssten zusammenwirken, Kinder, Senioren, Frauen und Männer, damit „Raum geschaffen wird für das Leben als Christ“, so Noppenberger.
Vertrag unterzeichnet
Für die Pfarrei Sankt Josef unterschrieben das Schriftstück Noppenberger, der Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Herrmannjosef Conrads und Kirchenpfleger Norbert Mischke. Für Sankt Otto taten dies Pfarrer Kauer, die Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Maria Hertel und Kirchenpfleger Werner Limmert. Für Sankt Magdalena unterschrieben der Pfarradministrator Noppenberger, Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Anneliese Bittner und Kirchenpfleger Anton Rabl, für die Filialkirche in Haundorf Kirchenpfleger Baptist Lunz.
Maria ist Namensgeberin der neuen Seelsorgeeinheit
Eine Einheit in der Seelsorge
„Maria im Dreifrankenland“Pfarreien unterzeichnen einen Kooperationsvertrag, der Anfang nächsten Jahres in Kraft tritt.
Schlüsselfeld. Mit einem feierlichem Gottesdienst in der Schlüsselfelder Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages im Seelsorgebereich der Pfarreiengemeinschaft „Maria im Dreifrankenland“ vorgenommen.
Damit schließen sich die Pfarreien Aschbach, Appenfelden, Breitenlohe, Elsendorf, Geiselwind, Reichmannsdorf, Schlüsselfeld und Wachenroth einschließlich ihrer Filialen ab dem 1. Januar 2007 zu einem Seelsorgebereich zusammen. Diese Gemeinschaft wird den Namen „Maria in Dreifrankenland“ tragen.
Pfarrgemeinderatsmitglieder, Kirchenpfleger und Pfarrer der acht Pfarreien unterzeichneten inmitten des außerordentlichen Gottesdienstes den gemeinsam erarbeiteten Vertrag. Als „Strukturberater“ leitete der Aschbacher Diakon Burkhard Farrenkopf im vergangenen Jahr diesen Zusammenschluss.
„Wer hätte das gedacht, dass heute Christen aus mehr als 300 Quadratkilometern zusammenkommen“, sagte Farrenkopf in seiner Ansprache. „Es geschah das einzig Richtige“, so der Diakon weiter.
Denn mit der Vertragsunterzeichnung sei man weiter als viele andere Bistümer in Deutschland.
„Auch Sie haben erfolgreich mitentschieden“, sprach er die Kirchengemeinde an, denn Personen näherten sich und man lerne Menschen anderer Gemeinden kennen. „Der christliche Geist bewegt uns. Ein tiefer Glaube und ein starker Geist zeigen, dass sie Kirche auf dem richtigen Weg ist“, so Farrenkopf weiter.
Nicht nur „Knotenpunkte schaffen“ und über Pfarrgrenzen hinaus gehen, sondern Professionalität, Mobilität und ein erweiterter Lebensraum werde sich entwickeln. „Aber auch die Vernetzung von Ressourcen, Förderung des Teams wie auch der feste Glaube bestimmen nun den gemeinsamen Weg“, sagte Diakon Farrenkopf.
Vor der Unterzeichnung legten alle Zelebranten der Gemeinden bunte Kett-Tücher als Symbol für Einheit, Vielfalt und Zentrum vor dem Altar nieder. Musikalisch begleite der Kirchenchor von Geiselwind die Veranstaltung.