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Segnung der "Pölnitzmarter"

Pölnitzmarter
Datum:
Veröffentlicht: 16.12.08
Von:
Georg Paszek

Ein Ort zum Innehalten

Mit der feierlichen Segnung durch Pfarrer Erhard Schupp wurde die Sanierung bzw. Erneuerung der „Pölnitzmarter“ oder dem „Käpperla“ im Schlüsselfelder Bürgerwald abgeschlossen. Zusammen mit den dahinter befindlichen Ruhebänken wurde damit wieder ein Ort der Ruhe und des Innehaltens im großen Stadtwald geschaffen. Viele Schlüsselfelder nutzten das schöne Wetter am dritten Adventssonntag um das Werk einiger engagierter Rentner aus dem Kreis der Krippenfreunde zu begutachten. Den Ausführungen von Bürgermeister Georg Zipfel, dem „Hausherrn“ des Bürgerwaldes, nach, ist die die Entstehung der Pölnitzmarter nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Nachforschungen von Altbürgermeister Georg Obermayer haben neben den verschiedenen Sagen, die sich um die schon seit mehreren Jahrhunderten nachgewiesene Feldkapelle ranken, ergeben, dass das Bauwerk im Jahre 1925 von der gegenüberliegenden Waldseite umgesetzt wurde, „weil es die Langholzfuhrwerke der Thüngbacher immer wieder umgeworfen haben“. Sicher ist, so auch die Aussage des Aschbacher Freiherrn von Pölnitz, dass die Bezeichnung „Pölnitzmarter“ nichts mit dem heute noch in Aschbach ansässigen Adelsgeschlecht zu tun haben dürfte. Zumindest sind im dortigen Archiv keine Unglücksfälle, wie sie die Sagen erzählen, bekannt.

 

Große Freude herrschte bei allen Beteiligten, dass sich auch eine Spenderin für eine neue geschnitzte Madonna gefunden hat, die künftig den Mittelpunkt der Pölnitzmarter bildet.