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Wenn Engel aufmucken

EINENGEL--KINDERMUSICAL
Datum:
Veröffentlicht: 15.3.04
Von:
ps

Kindermusical in Schlüsselfeld war zweimal ausverkauft

Was passiert mit einem „aufmüpfigen" Engel? Die Frage beantwortet das Kindermusical „Engel", das an zwei Tagen in der Pfarrkirche Sankt Johannes aufgeführt wurde.

 

Die erste derartige Veranstaltung in der Pfarrkirche hat sicherlich allen Beteiligten sehr viel abverlangt. Den Leiterinnen des Musicalteams, Alexandra Pröls, Katharina Messingschlager und Tanja Eberhard (Pfarrband), ebenso wie den rund 30 mitwirkenden Kindern. Die Zuhörer dankten es ihnen mit einem ausverkauften Haus an beiden Tagen.

 

Im Jahr der Bibel" sollte es etwas Besonderes sein, hatte Anfang des Jahres der Arbeitskreis Jugend des Pfarrgemeinderates beschlossen. Seit Mitte März trafen sich dann wöchentlich die vielen Mitwirkenden. In der letzten Woche musste wegen der Aufbauten und Proben die Kirche für Gottesdienste geschlossen bleiben. Aber, so Pfarrer Norbert Geyer bei der Begrüßung, "das Stück passt ganz genau in unsere Kirche". Schließlich setzt sich das Spiel, bei dem die kleinen und großen Kinder voll Begeisterung dabei waren, auch mit einem religiösen Thema auseinander: Engel als Freunde und Beschützer der Menschen.

 

Das darf auch Sabrina erfahren, die von ihren Schulkameraden immer nur ausgenutzt und verspottet wird. "Was kann ich machen, was kann ich tun, ich bin so einsam", singt sie in ihrem Solo. Und schon hat sie "so einen verrückten Engel am Hals". "Angelina", die wegen ihrer Aufmüpfigkeit hinunter auf die Erde und den Menschen helfen muss. Beide werden schließlich "das absolute Super-Mega-Team".

 

"Dass Engel so ähnlich sind wie wir", daran lassen die himmlischen Boten keinen Zweifel. Kaum dreht die "ehrwürdige Chorleiterin" den Rücken, "rappen" sie "Ehre sei Gott in der Höhe". Kein Zweifel, dass den Kindern die Arbeit einen Mordsspaß machte. Fetzige Engelschöre und gefühlvolle Balladen wechseln sich in dem Stück von Christa Merle und Sonja Kitsch ab. Riesige Nebelschwaden ließen im Chorraum eine fast überirdische Atmosphäre einziehen. Und bei den Schulszenen schließlich mussten die Kids eigentlich nur sich selbst darstellen.