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Wir schreiben ein Gemeindeevangeliar

GEMEINDEEVANGELIAR--SCHLÜSSELFELD
Datum:
Veröffentlicht: 10.4.04

Aktion beendet

Ein Jahr lang wurde von Gemeindemitgliedern – Familien, Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Jung und Alt – jedes Sonn- und Feiertagsevangelium geschrieben und gestaltet. Viele hatten die Bibel zu Gast. Ein großer Dank an alle, die sich haben ansprechen lassen. Das Gemeindeevangeliar ist noch bis Pfingsten in der Pfarrkirche ausgelegt. Schauen sie mal rein!
„Die Bibel – das Buch der Bücher“ wurde weltweit in 2287 Sprachen übersetzt – allein in Afrika gibt es 641 Übersetzun-gen. Die Texte der Bibel sind 2000 bis 3000 Jahre alt, unter-schiedlichste Menschen schrieben an diesem Buch, und noch immer ist es hochaktuell.
 
Viele Aktionen zum Jahr der Bibel 2003 wurden weltweit durchgeführt. Das Wort Gottes wurde und wird gelesen und gehört.
Um die Bibel neu zu entdecken hat Pfr. Schäfer aus Höchstadt zum Abschlussgottesdienst des Bibeljahres am 23.11.2003 ein Drei-Schritt-Verfahren verkündet:
 
Der erste Schritt:
Lies die Bibel und lass dich nicht da-von abhalten

Der zweite Schritt:
Lass es zu, wenn du nicht alles verstehst
 
Der dritte Schritt:
Lies so oft, bis Gott dir die Stelle öffnet und schwierige Entscheidungen abnimmt
 
In der Bibel spricht Gott ganz persönlich mit uns. Lassen wir uns weiterhin von diesem Buch ansprechen und lassen es zum Familienbuch werden.
Ja, ein Familienbuch kann es sein. Schauen wir uns einmal die Kapitel 25-36 des Buches Genesis an. Es handelt sich um eine Geschichte voller Betrügereien, voll von menschlichem Versagen – die Geschichte des Jakob: Das Familienglück ist dahin als Jakob seinen blinden Vater schamlos betrügt, angestiftet von seiner Mutter Rebekka. Seinen Bruder Esau bringt er um den väterlichen Segen. Nachdem er von zuhause flie-hen muss, kommt er bei seinem Onkel Laban unter, doch auch mit diesem überwirft er sich. Es kommt zum Konflikt und Jakob muss abermals fliehen – zurück in die Heimat. Und hier kommt es nun zu einer eindrucksvollen Versöhnung zwischen Brüdern – Jakob und Esau.
 
Die eigentliche Sensation der Geschichte – die „frohe Botschaft“ –, die jeden von uns, besonders aber Familien, Mut machen kann, ist eine andere: Da ist ein Mensch mit all seinen Macken und doch geht Gott mit ihm. Überhaupt begegnet man im Buch Genesis völlig normalen Menschen, Familien, in denen es oft unglaublich kracht, Beziehungen, die nur mittelmäßig sind.
 
Aber hinter all dem steckt die Botschaft: Mit solchen Menschen will Gott es zu tun haben! Mit Menschen wie Du und Ich, wie wir alle: Menschen mit Fehlern und Macken, mit ganz normalen Menschen.
 
Verbunden mit dem Wunsch, dass es Gott auch mit uns zu tun haben will, wünschen wir allen frohe und gesegnete Ostertage.
 
Für den AK Liturgie
Evi Zink