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Die Erweiterung des Pfarrsprengels etwa ab 1550

Wie bereits erwähnt, gehörte ursprünglich nur die Stadt Schlüsselfeld zur Pfarrei. Zur Zeit der Reformation und vor allem in der nachreformatorischen Zeit hat dann aber der Pfarrsprengel durch Einverleibung der umliegenden Orte, die bis dahin zur Pfarrei Burghaslach gehörten, eine beträchtliche Erweiterung erfahren.

Bereits schon vor dem 30jährigen Krieg wurden von Schlüsselfeld aus versorgt: Thüngfeld (wahrscheinlich ab 1530; sicher ab 1563); Elsendorf (vorübergehend um 1563); Eckers-bach, Ober- und Untermelsendorf, Debersdorf, Rambach und Ziegelsambach werden ab 1595 in den Matrikelbüchern geführt.

Sicher ist, daß Thüngfeld nie Pfarrei war, da in keinerlei Urkunden Thüngfeld als Pfarrei erwähnt wird. Am 03.06.1456 bestätigte der Würzburger Bischof Johannes von Brunn auf Bitten des Heinrich von Tünfeld, in der Kapelle des hl. Bartholomäus, die als Filiale zur Pfarrei Burghaslach gehörte, eine Frühmesse. Nach einem Burghaslacher Pfarregister haben die Filialen Thüngfeld, Elsendorf und Heuchelheim noch 1535 an den Pfarrer von Burghaslach Gebühren bezahlt. Thüngfeld hat sich - wie auch Elsendorf - in den Wirren der Reformation von Burghaslach, das etwa 1530 die evangelische Lehre angenommen hatte, getrennt und wurde der katholisch gebliebenen Pfarrei Schlüsselfeld einverleibt. Dies dürfte, wenn es überhaupt möglich ist, eine Jahreszahl anzugeben, zwischen 1530 und 1565 geschehen sein, denn bereits am 15.12.1565 wenden sich die Gemeinden Elsendorf und Thüngfeld in einem Brief an den Bischof mit der Bitte um einen eigenen Priester, weil sie mit der Betreu-ung durch den Pfarrer zu Schlüsselfeld nicht zufrieden sind.

Heuchelheim gehörte kirchlich vor der Reformation als Filiale mit Kapelle zur Pfarrei Burghaslach. Mit den Grundherren v. Crailsheim hatte der Ort die evangelische Lehre ange-nommen - der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt. 1631 wurde von den v. Crailsheim ein lutherischer Prediger als Pfarrer für Heuchelheim unterhalten. Mit dem Verkauf von Heuchelheim an das Hochstift Würzburg (1661) und mit dem Wegzug der v. Crailsheim änderten sich bald die konfessionellen Verhältnisse. Die Gegenbewegung ging - wie bereits erwähnt - von Schlüsselfeld aus. Am 07. Oktober 1664 wurde die 1. katholische Trauung vorgenommen. Unter dem 14. November 1665 ist im Schlüsselfelder Taufbuch zu lesen: "Nun ist es schon bald dahin gekommen, daß die Heuchelheimer von freien Stücken kommen und vom Pfarrer in Schlüsselfeld die Taufe verlangen. "