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Sitz eines Landkapitels

Die Bistümer waren bereits im 11. und 12. Jahrhundert in fest umgrenzte Distrikte eingeteilt, genannt Archidiakonate, mit einem oder mehreren Dekanaten. Zu jedem Dekanat, auf dem Land auch Landkapitel oder Ruralkapitel genannt, gehörte eine größere Zahl von Pfarreien. Der Archidiakon, meist ein Domherr, war gleichsam eine Zwischeninstanz zwischen dem Bischof und dem Pfarrklerus. Auf seinen jährlichen Visitationsreisen nahm er seine Aufsichtsrechte wahr und übte auch richterliche Gewalt aus. Seit dem 15. Jahrhundert verloren die Archidiakone an Einfluß, während die Bischöfe die Stellung der Landdekane in der Aufsicht der Pfarreien stärkten.

Es wird berichtet, daß um die Mitte des 14. Jahrhunderts das Bistum Würzburg 12 Archidiakonate mit 16 Landkapiteln umfaßte. Ab der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts ist eine Vermehrung der Landkapitel festzustellen.

Am 10. April 1437 erließ Bischof Johann von Brunn für die beiden Landkapitel Iphofen und Schlüsselfeld (Archidiakonat Iphofen) Kapitelsatzungen. Es ist unklar, ab wann Schlüsselfeld Sitz eines Landkapitels war. Nach einer Urkunde vom 11. Juni 1409 hat es bereits 1360 bestanden. Die Gründungsurkunde der Pfarrei datiert jedoch erst vom Juni 1376, in der es allerdings heißt: Jeder Pfarrer dieser abgetrennten Kirche ist gehalten, den Archidiakon des Ortes bei der „dort (ibidem) alljährlich stattfindenden Laiensynode zu beachten ...“.

Zum Landkapitel Schlüsselfeld zählten die Pfarreien Bibart, Höchstadt, Mühlhausen, Burghaslach, Gutenstetten, Scheinfeld, Diespeck, Oberscheinfeld, Schnodsenbach, Asch-bach, Gremsdorf, Etzelskirchen, Schauerheim, Baudenbach, Großbirkach, Unter und Oberlaimbach.

Durch die Reformation ergaben sich zwar verschiedene Änderungen, die Landkapitel Schlüsselfeld und Iphofen bestanden aber weiter, da der Bischof von Würzburg in beiden Orten zugleich Grundherr war.

1807 wurde das Landkapitel Schlüsselfeld aufgelöst. Die Pfarrei Schlüsselfeld kam an das Bamberger Landkapitel Burgebrach und von 1826 bis 1937 an das Dekanat Höchstadt.

Von 1937 bis 1974 bestand das Dekanat Schlüsselfeld mit den Pfarreien Geiselwind, Aschbach, Schlüsselfeld, Breitenlohe, Wachenroth, Sambach, Schlüsselau sowie den Kuratien Pommersfelden, Oberköst, Elsendorf, Appenfelden und Reichmannsdorf. Die Dekane waren Geistl. Rat Weißenberger (Schlüsselfeld), Geistl. Rat Will (Aschbach) und Geistl. Rat Schonath (Pommersfelden).

1974 wurde das Dekanat aufgelöst und die Pfarrei Schlüsselfeld wieder dem Dekanat Höchstadt zugeteilt.