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Filialkirche St. Marien Eckersbach

Renovierung der Filialkapelle Eckersbach

Innenrenovierung 2001
In einem Einsetzungsgottes­dienst, den der im Ort wohnen­de Pater Gabriel Ramos und Stadtpfarrer Norbert Geyer am Sonntagnachmittag hielten, nahm die Gemeinde ihr Got­teshaus wieder in Besitz. Wozu menschliche Hände und menschlicher Geist fähig sind, machte Pfarrer Geyer in seiner Predigt deutlich. Die Kirche von Eckers­bach sei ein Beweis dafür, was Menschen an Gu­tem und Positivem zu leisten in der Lage seien. Bei der Kirchenrenovierung habe man zusam­mengehalten, aufgebaut und fast tausend freiwillige Arbeits­stunden geleistet. Pfarrer Geyer sagte „Vergelt‘s Gott“ allen, die zum Gelingen der Restaurie­rung beigetragen haben.

Die Filialkirchenstiftung Eckersbach trägt die Kosten der Re­novierung, die auf rund 70 000 Mark geschätzt werden, ganz allein. Zunächst sollte die Kir­che nur von innen getüncht werden, dann aber kam eins zum anderen. Innenraum und der Dachstuhl mussten wegen der Holzschädlinge begast wer­den. Der morsche Holzfußbo­den wurde entfernt und durch einen neuen ersetzt. Nachdem der Innenputz sehr schadhaft war, musste auch er großflächig abgetragen und erneuert werden.

Eine Heizung, ein langgehegter Wunsch, wurde eingebaut. In deren Genuss kommen aber nicht nur die Gläubigen durch die unter den Bänken angebrachten Heizkör­per. Eckersbach sei jetzt die ein­zige Kirche in der Pfarrei, in der durch Heizkörper im Altar- raum auch die Pfarrer nicht mehr frieren müssen, freute sich Pfarrer Geyer.

Erneuert wurden des Weite­ren die Elektroinstallation mit Steuerung für das Läutewerk sowie die Beleuchtung des Kir­chenraums. Der Zugang zur Sa­kristei wurde versetzt und der zur Empore durch eine neue Treppe verbessert. Restauriert wurde auch der barocke Altar mit der spätgotischen „Mutter­gottes vom Steigerwald“, der zur Seite der heilige Burkard und der heilige Veit stehen. Quelle: FT

Die Kapelle war vor 1896 eine kleine rechteckige Halle; über der Tür steht die Jahreszahl 1779. 1897 wird die Kapelle um 3 Meter verlängert (Chorraum), um 70 cm höher gebaut, Dachreiter und neuer Dachstuhl errichtet und am 21. 10. 1897 von Pfr. Glückert benediciert.

1950: Die Kapelle wurde hinten erweitert und um 3,5 Meter verlängert. Barockaltar (etwa 1700) mit 3 spätgotischen Figuren: Mutter Gottes (sog. Mutter Gottes vom Steigerwald) Burkhard und Veit kam, laut Pfarr­chronik (mündl. Überlieferung) aus Gädheim/M. in die Schloßkapelle nach Thüng­feld und dann durch den Schloßverwalter Blümlein 1779 nach Eckersbach. Kapelle ist Eigentum der politischen Gemeinde und wurde zwischen 1973 - 76 innen und außen renoviert.

Kirchengeschichte


Im Jahr 1779 erbauten gläubige und opferbereite Bürger eine Ortska­pelle. Der Eingang der Kapelle war damals auf der Südseite angeordnet. Im Jahr 1858 mußte sie zum ersten mal restauriert werden. Am 19. No­vember des gleichen Jahres fand die Einweihung statt.

 Wohltäter kauften im Jahr 1878 die frühere Kreuzwegstation aus der Kir­che in Elsendorf und spendeten im gleichen Jahr das noch vorhandene Vierzehnheiligenbild.

 Da der Andachtsraum jedoch im Laufe der Jahre immer baufälliger wurde, machte das Bezirksamt in Bamberg bei den alljährlichen Ge­meindevisitationen Stückreparaturen zur Auflage. Eine Bürgerver­sammlung beschloß im Jahr 1896 eine Erweiterung und Restaurierung des Ortskirchleins. Da sich die Kosten auf 2000 Mark beliefen, verwen­dete man hierfür den Erlös aus der Abholzung des Gemeindewäldchens am Kammerforstberg. Im Frühjahr 1897 wurde mit dem Anbau nach Osten hin begonnen. Dieser Anbau, der als Altarraum dient, wurde mit einem Turm versehen.

 Am 19.10.1897 fand die Einweihung durch Hochw. Herrn Geistl. Rat Jo­sef Glückert, Stadtpfarrer in Schlüsselfeld statt. Der barocke Altar zeigt die spätgotische „Muttergottes vom Steigerwald“ und zu beiden Seiten den hl. Burkard und Veit, neu gefaßte Schnitzereien aus „Hans Nußbaums Werkstatt“ ‚ die aus Gädheim über die Schloßkapelle von Thüng­feld nach Eckersbach gelangten.

 Ein weiteres markantes Ereignis im kirchlichen Leben des Dorfes war die Einführung des Allerheiligsten in die Ortskapelle im Jahr 1923. Der damals amtierende Bürgermeister Michael Wolf suchte bei Papst Bene­dikt XV. um Erlaubnis nach. Zur Freude aller traf das Genehmigungsde­kret 1923 ein, das 10000 Mark kostete. Schreinermeister Josef Haid aus Schlüsselfeld und Malermeister Georg Weeger aus Attelsdorf stellten den Tabernakel zu einem Preis von 250000 Mark her. Stadtpfarrer Wei­ßenberger aus Schlüsselfeld nahm im gleichen Jahr die Einsetzungsfeier vor.

 Nun leitete die Gemeindeverwaltung mit dem Stadtpfarramt Schlüsselfeld Verhandlungen ein und erreichte, daß von jetzt ab an jedem vierten Sonntag im Monat und zu besonderen Anlässen, wie Erstkommunion­feier, Ewige Anbetung und Fronleichnam, in der Filialkirche Gottes­dienst gehalten wird. Die Ewige Anbetung fand erstmals am 11. März 1923 statt. Die durch freiwillige Gaben angeschaffte Monstranz kostete 886000 Mark und wurde am Fronleichnamsfest des gleichen Jahres erst­mals feierlich durch das Dorf getragen. Durch diese Feierlichkeiten er­wies sich der Gottesraum erneut zu klein; so erbauten die Bürger die notwendig gewordene Sakristei nach Norden hin an. Sämtliche Erd- und Maurerarbeiten führten die Bewohner kostenlos aus.

 Von 1923 bis 1950 ruhte die Bautätigkeit, bis sich Bürgermeister Martin mit seinem Gemeinderat zu einer nochmaligen Vergrößerung im Frühjahr 1950 in Richtung Westen entschloß. Der alte Glockenturm wurde abgerissen und mit dem Anbau neu errichtet. Für die dem Kriege zum Opfer gefallenen Glocken mußten 2 neu angeschafft werden. Die Ein­weihung fand am 4. 10. 1950 durch Hochw. Herrn Stadtpfarrer Amon von Schlüsselfeld statt.

Im Jahr 1971 veranlaßten Bgm. Schuster und Stadtpfarrer Konrad Seeberger eine umfangreiche Innenrenovierung der Kirche. Der Verputz wurde ausgebessert und die Bodenplatten komplett erneuert.

1982 er­folgte eine Trockenlegung des Mauerwerkes von außen. Das Funda­ment wurde freigelegt und Drainagerohre eingebracht. Der Kirchplatz konnte durch die Flurbereinigung, mit finanzieller Beteiligung der Stadt Schlüsselfeld, neu gestaltet und befestigt werden. 1986 standen erneut umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an. Das Dach war schadhaft ge­worden, das Turmgebälk statisch nicht mehr in Ordnung und der Ver­putz fiel von den Wänden. Die Gesamtrenovierung dieser gemeindli­chen Ortskapelle wurde durch Finanzierung der Stadt Schlüsselfeld, in Zusammenarbeit mit Hochw. Herrn Geistl. Rat Konrad Seeberger, sowie den opferbereiten Bürgern aus Eckersbach möglich. Die Renovierungs­arbeiten begannen 1986 mit der Erneuerung der Dachlatten, eines neuen Dachstuhls auf dem Sakristeianbau, einer völlig neuen Turmkup­pel und einer kompletten neuen Eindeckung mit Biberschwanzziegeln. Im Laufe 1987 wurde das Mauerwerk innen und außen freigelegt und mit einem Isolierputz wieder geschlossen. Mit dem Einbau einer neuen Eingangstüre wurde diese umfangreiche Renovierung zur Kirchweih am 22. November 1987 abgeschlossen.

 Quelle: Festschrift 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Eckersbach